Schlupfwespen in der Schädlingsbekämpfung

Wer sich für Kräuter und deren drumherum interessiert, dem liegt in den meisten Fällen ebenfalls viel an einer chemiefreien Schädlingsbekämpfung. Heute stellen wir daher die Schlupfwespe als freundlichen Helfer vor.

Schlupfwespen zählen zu den Eiparasiten und sind für Landwirtschaft und Garten von entscheidender Bedeutung. Sie werden häufig zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, da sie Schmetterlinge, Käfer, Spinnenkokons und andere Schädlinge parasitisieren. Sie stechen mit ihrem Stachel in die Parasiten und Spinnennester und legen dort Eier. Die dort wachsenden Larven fressen den unfreiwilligen Wirt von innen auf und vernichten somit den Schädling. Bei kleineren Insekten wie etwa Blattläuse werden die Eier aufgelegt und fressen sich dann durch den Körper. Nachdem der Wirt gefressen wurde, verlasen die Schlupfwespen die Brutstätte wieder und suchen sich einen anderen Platz.

Es gibt verschiedene Arten von Schlupfwespen, die jeweils auf einen speziellen Schädling spezialisiert sind. Einige Arten beispielsweise Parasitieren vorzugsweise Käfer, andere wiederum nehmen sich Mottenlarven vor.

Durch ihre hohe Präzision und Gründlichkeit ist diese Wespe besonders interessant für Landwirtschaft und den eigenen Garten. Für Menschen sind sie zudem völlig ungefährlich und durch ihre geringe Größe verrichten sie ihre Dienste fast unbemerkt. Um den Schlupfwespen eine angenehme Atmosphäre zu bieten, brauchen sie mindestens 16 °C und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60%.

Im Fachhandel lassen sich die Wespen in Form von Larven - die in weißen Fliegen sitzen - Schlupfwespen kaufen. Sie sind auf einer Karte aufgeklebt und schlüpfen nach wenigen Tagen.

Hafer (Avena sativa)

Hafer ist gegenüber anderen Getreidearten sehr hochwertig. Hafer ist ein Kraftfutter für Mensch und Tier, das eiweißreichste und fettreichste Getreide. Weiterhin enthält Hafer lebenswichtige Nährstoffe sowie Calcium, Eisen, Zink, Mangan und Silizium.
Hafer besitzt eine beruhigende, heilende und wohltuende Wirkung. In Maßen dosiert ist Hafer ein Beruhigungsmittel und hilft bei Einschlafstörungen. Bei Stress und nervöser Anspannung empfiehlt Hildegard von Bingen heiße Grütze aus Hafer und Grünkernflocken.
Hafer gilt als Nerventonikum, Stärkung des Nervensystems! Weiterhin hat Hafer auch ein wundheilende Wirkung, es fördert die Heilung von Verletzungen und lindert Hautreizungen.

50 Gramm Hafermehl in einem Stoffbeutel um den Wasserhahn gebunden dient der Hautpflege.
Eine Kompresse mit Haferaufguss getränkt lindert  Entzündungen der Haut..
Hafermehl eignet sich für Gesichtsmasken gegen Hautunreinheiten.
Haferaufguss  lindert Husten, Halsschmerz und ist nervenstärkend.

Die Linde

Die LindeDie alten Germanen verehrten mit der Linde die Göttin der Liebe und des Glücks, die Göttin Freya! Auf dem Marktplatz eines jeden Ortes stand eine Linde und war der Dorfmittelpunkt, wo das örtliche Geschehen stattfand. Dort traf man sich, dort fand die Kommunikation statt, die Dorffeste, die Brautschau und auch das Gericht.

Die Rechtssprechung wurde unter der Linde abgehalten, denn auch der Gott des Rechts wurde in der Linde verehrt. Die Linde wurde auch Gerichtsbaum genannt und meist fiel das Urteil unter der Linde „ lind „ aus! In seltenen Fällen wurden auch Todesurteile gefällt und die Verurteilten wurden an der Dorflinde gehängt.
Bei den Germanen und Slawen galt die Linde als heiliger Baum. Es gab den Brauch, nach Epidemien und Kriegen Friedenslinden zu pflanzen. Viele davon wurden nach dem Deutsch-Französichen Krieg gepflanzt. Ein Beispiel dafür ist die Friedenslinde in Ponitz ( in Thüringen ). Vor dem Reichstag in Berlin wurde 1990 die Friedenslinde gepflanzt als Erinnerung an die Wiedervereinigung. Auch in Sagen und Legenden spielt die Linde eine Rolle, z.B. in der Nibelungensage.
Das weiche Holz, vielleicht deshalb der Name „Linde“ wurde zum Schnitzen verwendet. Es war Nutzholz für Besteck, Teller und andere Hauswirtschaftsartikel. Weiterhin wurde aus der Linde Bast gefertigt, indem die Rinde von jungen Linden geschält wurde, die weiche Innenseite wurde abgetrennt, ins Wasser gelegt bis sich der Bast davon löste und dann wurde er in der Sonne getrocknet. Matten, Taschen, Seile usw. wurden daraus erstellt.

Die Linde zählt zu den Lindengewächsen, die zur Familie der Malvengewächse gehört. Sie ist ein Laubbaum, erreicht eine Höhe von 20 bis 40 Metern, kann einen Stammdurchmesser von 1 bis 2 Metern erreichen und 1000 Jahre alt werden. Die Blätter haben Stiele, sind herzförmig und die Knospenschuppen fallen früh ab. Die Linde duftet intensiv! Die Bestäubung erfolgt durch Insekten und den Wind und der Samen wird durch den Wind verbreitet. Die Linden vermehren sich häufig vegetativ, d.h. durch Wurzelbrut (Pflanzentriebe, die aus Wurzeln der Mutterpflanze wachsen)  oder Stockschlag (  Triebe schlagen aus Knospen, die unter der Rinde liegen) . Die Linde kann von der Lindenmilbe befallen werden und verliert dann schon sehr früh ihre Blätter.
Das weiche Holz der Linde kann leicht durch Witterungseinflüsse geschädigt werden. Im Innenbereich ist es haltbar und dient als Schnitzholz (Altäre, Heiligenbilder und Figuren, Masken). Lindenholz findet auch Verwebdung als Tonholz im Gitarrenbau.

Linden werden in verschiedene Arten unterschieden und die häufigsten sind:
Winterlinden (Tilia cordata) hat an der Unterseite blaugrüne kahle Blätter.
Sommerlinden (Tilia platyphylla) trägt beiderseits grüne Blätter, deren Unterseite behaart ist.

Heilwirkung: Während der Blüte schätzen Imker die Linden als Honigquelle, da die Bienen viel Lindenblütenhonig produzieren.
Lindenblütentee aus getrockneten Lindenblüten ist ein Heiltee! Er wird bei Erkältungen angewandt, da er beruhigend und schweißtreibend wirkt und die Erkältung schnell lindert.
Lindenholzkohle zeigt Wirkung bei Darmerkrankungen.

Kalmus (Acorus kalamus)

Der Kalmus wird auch deutscher Zwitter, deutscher Ingwer, Magenwurz, Ackerwurz, Brustwurz usw. genannt.

KalmusKalmus wird aus dem Griechischen abgeleitet und heißt „ Schilf „

Vor über 4000 Jahren wurde Kalmus in China bereits als Heilmittel eingesetzt uns es galt als „ lebensverlängernd „. Von den Tartaren wurde es in Europa eingeführt und die Tartaren gebrauchten Kalmus zur Desinfektion ihres Trinkwassers. In Europa findet Kalmus seit dem Mittelalter als Heilmittel Verwendung. Es war das Mittel gegen Verdauungsprobleme, gegen Husten und diente dem Infektionsschutz.

Kalmus wächst an Flussufer, Bächen und Gräben. Es ist eine einkeimblättrige Pflanze, schilfartig, zählt zu den Sumpfpflanzen, ist mehrjährig und bidet Rhizome als Überdaurungsorgan. Kalmus kann eine Höhe von zwei Metern erreichen und hat lange schwertförmige Blätter. Mai bis August bilden sich, bis zu hunderten, kleine grüne Blätter auf den Blütenkolben. Der bräunliche Wurzelstock ist verzweigt, riecht orangenähnlich und schmeckt bitter.

Durch Teilung des Wurzelstocks im Frühling oder Gerbst kann Kalmus sich vermehren ( Kultivierung ). Er ist winterfest und gedeiht in feuchten Böden oder flachen Wassern.

Erntezeit: außer in der Blütezeit kann Kalmus immer geerntet werden und dazu wird die Pflanze ausgegraben und ein Teil des Wurzelstocks abgetrennt. Den Rest wieder eingraben!

Heilwirkung: erfolgt bei Magenkrämpfen, Magengeschwüren, Darmkrämpfen, Blähungen, Verstopfungen, Appetitlosigkeit, Mundschleimhautentzündungen, stärkt das Zahnfleisch und lindert den Schmerz bei zahnenden Kindern.

Inhalt: Bitterstoff ( Acoron ), Gerbstoff ( Acorin ), ätherische Öle, Schleim, Terpene, Asarone, Calmenol, Essigsäure, Eugenol.

Eigenschaften und Wirkung: Hauptwirkstoffe sind Asaron und Acorin. Asarone sind in der Struktur dem Meskalin ähnlich und haben aufgrund dessen halluzinogene Wirkung!

Die Kalmuswurzel wirkt stimulierend, aphrodisierend, und evtl. berauschend. Hohe Dosen lösen Hallizinationen aus, Schweißausbrüche, Erbrechen und Zittern. Von Dauergebrauch wird abgeraten und auch vom gleichzeitigen Gebrauch mit MAO Hemmern!

Von der medizinischen Seite liegt die Hauptwirkung des Kalmus in der Behandlund des Magen – Darm- Traktes.

Innerliche Anwendung findet das Heilkraut bei Entzündungen des Verdauungstraktes, bei Schlaflosigkeit, Bronchitis und Depressionen. Äußerliche Anwendung erfolgt bei rheumatischen Erkrankungen und Hautausschlägen.

Mundwasser und Gurgellösungen können Kalmus enthalten. Kalmus wird durch Wasserdampfdestillation gewonnen und ist dickflüssig, bräunlich und hat einen bitteren Geschmack. Asaronhaltige Öle sind aromatisch.

Als Badezusatz ist die Wirkung aphrodisierend. Kalmusbäder werden bei Nervenschwäche und Erschöpfung angewendet. Rauchentwöhnung kann mit Kalmus begleitet werden.

Als Gewürz finft Kalmus Verwendung bei Likören, asiatischen Getränken und Zuckerwaren.

Die umgangssprachlichen Bezeichnungen wie Gewürzkalmus oder deutscher Ingwer ist in der Gewürzverwendung begründet.

In der Parfümerie werden die asaronhaltigen Teile verwendet und die Duftnote passt für würzige Düfte ( Tabak, Ambra usw.)

Zubereitung: Tee: durch Erhitzung geht ein Teil der Wirkstoffe verloren. Als Alternative kann man die Wurzel auspressen oder das getrocknete Wurzelpulver 16 bis 20 Stunden in Wasser einlegen und danach filtern.

Bei Verstopfung oder Blähungen 2 Teelöffel Kalmuspulver mit kochendem Wasser übergießen, 15 Minuten ziehen lassen, absieben und vor den Mahlzeiten trinken.

Tinktur: 3xtäglich 30 Tropfen

Rauchentwöhnung: die Wurzel kauen und der Nikotingenuss wird unangenehm.

Kamille (Matricaria chamomilla)

Weitere Namen der Kamille sind: Apfelkraut, Kammerblume, Kummerblume, Ganille, Mägdeblume, Muskatblume, Mutterkraut usw.

Die Kamille war 1987 Arzneipflanze des Jahres und gehört zur Familie der Kobblütler.

Die Kamille wächst in Asien, Süd – und- Osteuropa und wird in vielen anderen Ländern angebaut. Sie ist eine anspruchslose Pflanze und wächst an Wegrändern und auf brachliegenden Feldern. Die Kamille bevorzugt kalkarme lehmreiche Äcker uns salzige Wiesen. Im Garten kann sie an sonniger Stelle angebaut werden.

Sie ist einjährig, riecht aromatisch, wird 10 bis 50 cm hoch, hat einen runden aufrechten Stengel der sich verzweigt. An den Enden sitzen korbförmige Blüten. Die Blüten sind gelbe Röhrenblüten mit weißen Zungenblüten und der Boden der Blüten wölbt sich nach oben. Die Kamille blüht von Mai bis September. Verwendung finden die Blüten, die von Mai bis Juli geerntet werden.

Die Kamillefrucht ist einsamig, 1mm lang und trägt Rippen. Die Kamille kann im Boden 100 Jahre überleben.

Schon in der Antike wurde die Kamille aufgrund ihrer Heilwirkung geschätzt. In der Heilkunde werden hauptsächlich die Blüten verwendet. Die Qualität ist vom Erntezeitpunkt und der Trocknungsart abhängig. Am hochwertigsten sind die Wirkstoffe am 3ten bis 5ten Tag nach dem Erblühen. Kamille soll an der Luft und schattig getrocknet werden.

Inhalt: Ätherische Öle, Azulen, Apiin, Bitterstoffe, Borneol, Cumarin, Chamazulen, Flavone, Gerbstoffe, Gerbsäure, Harz, Hernarin, Oleanolsäure, Schwefel, Salicylsäure, Thujon, Umbelliferon.

Anwendung: Blähungen, Magenkrämpfe, Magenschmerzen, Magengeschwüre, Magenschleimhautentzündung, Reizmagen, Darmkoliken, Durchfall, Hämorrhoiden, Verstopfung, Blasenschwäche, Menstruationsbeschwerden, Nierenkoliken, Mundgeruch, Husten, Schnupfen, Fieber, Grippe, Halsentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Asthma, Hautleiden, Lymphknotenschwellung, Aufstoßen, Sodbrennen, Kopfschmerz, Schlaflosigkeit, Wundheilung, Nagelbettentzündung, Weißfluss, Entzündungen am After- und- Genitalbereich, Hautunreinheiten, Furunkel, Neuralgien, Hexenschuss, Ischias, Gicht, Rheuma, Exzeme, Geschwüre, Zahnfleischentzündung, geringer Muttermilchfluss .

Das ätherische Öl der Kamille wirkt entzündungshemmend, krampflösend und fördert die Wundheilung. Es wirkt bakterizid und fungizid . Weiterhin hemmt das Öl die Pepsinfreisetzung im Magen und lindert somit die peptischen Beschwerden. Auch reinigt die Kamille den Körper, denn durch die harntreibenden Wirkung werden Schadstoffe ausgeschwemmt.

Auf das Nervensystem wirkt die Kamille beruhigend und somit hilft das Heilkraut bei Nervösität und Schlaflosigkeit.

Hirtentäschchen (Capsella bursa pastoris)

Andere Bezeichnungen für Hirtentäschchen: Bauernsenf, Blutkraut, Blutwurz, gemeines Hirtentäschelkraut, Hungerkraut usw.

Das Hirtentäschchen wächst auf jeder Wiese und gilt als Unkraut. Es kann von Mai bis Juli geerntet werden, indem es über der Erde abgeschnitten und an frischer Luft im Schatten getrocknet wird.

Schon mehrere Jahrhunderte ist die blutstillende Wirkung des Hirtentäschchens bekannt. Nicht nur blutstillend, sondern auch gefäßverengend wirken die Inhaltstoffe des Krautes.

Inhalt: Bursin, Cholin, Histamin, Tyramin, Flavonoide, Saponine, Borsäure, Calcium, Kalium, Natriumsalz, Phosphor, Rutin, Wasser, Senföl, Weinsäure, Zucker, Vitamin B1 u. B2

Die blutstillende Wirkung dieses Heilkrautes wird bei starken Regelblutungen benutzt. Außerdem wirken die Inhaltsstoffe harntreibend und regen den Kreislauf an.

Die getrockneten Blätter zu einem Absud verarbeitet lindern Ohrentzündungen, indem sie als Ohrspülungen oder Kompressen eingesetzt werden.

Vorsicht: ist die Pflanze mit einem weißlichen Pilz behaftet, ist sie nicht verwendbar!

Isländisches Moos (Centatia islandica)

Isländisches Moos wird auch Lungenmoos, Felsengras, Fiebermoos, Isländische Flechte, Baumflechte, Blutlungenmoos genannt.

Genauer ist es, die Pflanze Isländische Flechte zu nennen, da sie kein Moos, sondern eine Flechte ist und auch zur Familie der Flechten zählt. Sie wächst in nadelwäldern, Heidegebieten, in Gräben, Mooren und auf feuchten Äckern.
Das Isländische Moos ist ein Strauchflechte mit flachen knorpeligen Lappen, die an der Oberseite oliv und an der Unterseite grau-weiß ist. Heilwirkung hat nur der Thallus ( Pflanze ohne Gliederung in Wurzel und Spross ).Die Flechte kann das ganze Jahr gesammelt werden. Die Flechten die schon trocken oder abgestorben sind haben keine Heilwirkung mehr.
Die Isländer verwendeten die Pflanze erstmals als Heilkraut und bei uns findet sie seit dem 17en Jahrhundert Verwendung.
Sie wird angewandt bei Asthma, Lungentuberkulose, Keuchhusten, bei allen entzündlichen Erkrankungen der Atemwege, Erkältungen, Grippe, Appetitlosigkeit, bei untergewichtigen Personen und bei Kinderkrankheiten.
Tee aus der Flechte erstellt wirkt antibiotisch, schleimlösend und stimulierend auf Körper, Geist und Immunsystem.
Inhalt: Säuren, Vitamine, Schleimstoffe
Vorsicht: bei Lungenentzündungen soll die flechte nicht genommen werden, da sich kurzzeitig die Krankheitssymptome verschlimmern. Überdosierung über längere Zeit kann zu Magen - Darmreizungen und Leberstörungen führen.
Tee: 1-2 -Teelöffel der flechte mit heißem Wasser übergießen und 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Weiterhin ist das Heilkraut einsetzbar bei ansteigenden Voll-u.- Armbädern und als Wickelzusatz.

Die Aromatherapie

Das Riechfläschchen, das die Damenwelt früher benutzte, um Ohnmachtsanfälle zu verhindern, könnte im weitesten Sinne als Aromatherapie benannt werden.
Oft reicht die Einatmung eines Duftstoffes um das Befinden zu verbessern.

Unter Aromatherapie versteht man den Einsatz von Kräutern, Pflanzen oder auch Hölzern, die einen aromatischen Duft verströmen. Der Duft wird eingeatmet und gelangt über das Riechzentrum in das vegetative Nervensystem und kann heilende und heilsame Wirkung entfalten.
Die Aromatherapie wird als Heilmethode anerkannt und Therapeuten wenden die aromatischen Essenzen bei Angstzuständen, Spannungen, durch Stress verursachte Beschwerden und anderen Unpässlichkeiten erfolgreich an.

Eine Selbstbehandlung mit ätherischen Ölen ist möglich in folgenden Formen.

Bäder: 4 Tropfen des ätherischen Öls ins Badewasser geben, vermischen und etwa 20 Minuten in dem Aromabad entspannen.
Verdampfer: In Duftlampen verdampft das ätherische Öl langsam und verströmt mit dem Duft Entspannung uns Wohlsein.
Massage: 2 Esslöffel neutrales Öl und 6 Tropfen ätherisches Öl vermischen und zue Ganzkörpermassage verwenden.

Ätherische Öle sind nur für äußerliche Anwendung geeignet!!

Entspannend wirkt: Sandelholz
Orange
Lavendel
Belebend wirkt: Teebaum
Eukalyptus
Rosmarin
Erfrischend wirkt: Mandarine
Grapefruit

Gelber Enzian (Gentiana lutea)

Gelber EnzianGelber Enzian wird auch Bergzwiebel, Bitterwurzel, Sauwurz, Halunkenwurz genannt.

Enzian ist eine Gebirgspflanze, wächst in den Alpen, im Schwarzwald und in den Vogesen.

Enzian wurde schon in früheren Zeiten häufig als Heilpflanze genutzt und aufgrund dessen ist der Enzian seltener geworden und steht unter Naturschutz.
Enzian kann bis zu 60 Jahren alt werden, blüht auch erst nach 10 Jahren und die Wurzel kann einen Meter Länge Erreichen. Die Wurzel ist außen braun und innen gelb, aus der Wurzel wachsen die Blätter und Blütezeit ist von Juni bis August . Die Schoten, die sich aus den blüten entwickeln enthalten den Samen.
Die Wurzeln, die die Bitterstoffe enthalten, regen Leber - Galle - u.- Darmtrakt an und begünstigen die Rekonvalessenz, da sie appetitanregend und antigenbildend wirken.
Vorsicht! Bei Überproduktion von Magensäure, bei zu hohem Blutdruck und während der Schwangerschaft soll kein Enzian genommen werden.
Inhalt: Inulin, Bitterstoff, Gerbsäure, Zink, Gentianose, Schleim
Wirkung: antibakteriell, fiebersenkend und stärkend, appetifördernd, verdauungsfördernd, gegen Magenbeschwerden, Sodbrennen, Rheuma, kalte Extremitäten, Schwindel, vorbeugend gegen Erkältungen und fördert die Menstruation.
Der blaue Enzian ist verwandt mit dem gelben Enzian, hat ähnliche Wirkstoffe, aber weniger an der Menge und aufgrund dessen weniger heilsam.

Zubereitungsarten in der Kräuterküche

Der Aufguss
Den Tee in ein Gefäß füllen und mit kochendem Wasser übergießen, die Tasse abdecken damit das Aroma erhalten bleibt und 5 Minuten ziehen lassen. Danach den Tee abgießen und genießen.

Der Absud

1 - 2 Esslöffel Tee und 1/2 Liter Wasser aufkochen und den zugedeckten Absud bis zu 15 Minuten ziehen lassen. Nach den 15 Minuten den Tee abgießen oder auch abseihen.
Weicht man den Tee vorher 2-4 Stunden in dem Wasser ein, bevor es abgekocht wird, ist die Wirkung verstärkt.

Der Kaltwasserauszug
Besteht die Gefahr, dass die Pflanzenstoffe, die benötigt werden, bei Erhitzung an Wirkung verlieren, sollte man den Tee über nacht einweichen, abgießen und kalt oder auch lauwarm trinken. Das Getränk kann mit Honig gesüßt werden.