Hagebutte (Rosa canina

HagebutteWie der Name sagt, ist die Hagebutte ein Rosengewächs und wird auch Zaunrose, Wildrose, Heckenrose genannt.
Die Hagebutte entwickelt sich aus den Blüten der Wildrose, Heckenrose und ist in Europa und Asien zu finden. Sie wächst hauptsächlich in Gebüschen und Hecken, kann aber auch angebaut werden und ist pflegeleicht. Im Sommer blüht sie weiß bis rosa und entwickelt sich im Herbst zur roten Hagebutte.
Die Hagebutte wird von den Kernen befreit und getrocknet. Die Trocknung kann auch bei geringer Wärme im Backofen erfolgen. Die getrocknete Hagebutte kann zu einem gesunden und heulenden Getränk werden. Sie enthält viel Vitamin C ! Aus der Hagebutte wird Tee, Marmelade oder auch Mus gemacht.

Inhalt: Vitamin C, Vitamin B, Fruchtsäure, Flavone
Wirkung: Wird bei Vitamin C Mangel, bei Frühjahrsmüdigkeit, zur Stärkung der Abwehrkräfte und bei Erkältung angewendet.

Das Immunsystem

Das Immunsystem stärkt den Körper gegen Angriffe von Krankheitserregern wie Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten, Mikrorganismen. Täglich greifen diese Erreger uns an, machen uns aber nicht krank, solange das Immunsystem funktionstüchtig ist. Treten Beschwerden auf, so ist das ein Zeichen von Überforderung des Immunsystems.

Antikörperbildende und abwehrstärkende Kräuter, keimtötende Kräuter, beruhigende Kräuter, entzündungshemmende Kräuter und harntreibende Kräuter unterstützen das Immunsystem.

Fieber ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf krankmachende Keime. Durch die Erhöhung der Körpertemperatur will der Körper bzw. das Immunsystem diese Keime abtöten. Mit Heilkräutern können wir das Immunsystem unterstützen. Der bekannte Tee 1/3 Holunder, 1/3 Pfefferminze, 1/3 Schafgarbe hat sich bewährt. Ist die Körpertemperatur stark erhöht, sind kühle Kamilleumschläge zu empfehlen.

Bei chronischer Immunschwäche soll natürlich ein Arzt oder Heilpraktiker konsultiert werden. Durch die Anwendung der Heilkräuter kann die ärztliche Behandlung unterstützt werden: z.B. beruhigende Aufgüsse mit Majoran oder Zitronenmelisse, Hafertinktur gegen Stress, blutreinigende und entgiftende Aufgüsse mit Ringelblume und Brennessel. Weitehin kann da Immunsystem noch mit Knoblauch gestärkt werden.

Gesundheit mit regelmäßigen Darmspülungen

Darmeinlauf, Darmspülungen - damit verbindet jeder nicht wirklich Angenehmes.
Wenn wir aber mal von den “Pfui”-Verankerungen aus unserer Kindheit weg gehen und uns mit dem Thema genauer befassen, ist die durchaus gesunde Wirkung einer Darmspülung nicht von der Hand zu weisen.

So fern man einige Regeln beachtet und sich gut vorbereitet, ist ein Darmeinlauf von jedem selbst leicht durch zu führen und nach Erspüren der positiven Wirkung desselben, ändert sich die Anfangs negative Einstellung rapide ins Positive.
Darmeinläufe werden mit Hilfe von sog. Klistier- oder Klyso-Pumpen (in Apotheken erhältlich) durchgeführt, durch welche körperwarmes Wasser - evtl. mit Zusätzen, aber auch ohne äußerst wirkungsvoll - in den Darm eingeführt wird. Dieses Wasser sollte ca. 7 Minuten im Körper bleiben, bevor der Darm geleert wird.

Mit dieser Methode kann man Problemen mit Blähungen, Verstopfung, allgemeiner Darmträgheit oder sogar Durchfall zu Leibe rücken. Die Wirkung erklärt sich von selbst: das kurzfristig im Körper bleibende Wasser reinigt den Darm und entzieht ihm giftige, störende Substanzen.

Viele Fastenkuren, ganz besonders Heilfastenkuren, werden durch Darmeinläufe unterstützt. Je mehr der Mensch bei Fastenkuren seine Ausscheidungsorgane - allen voran den Darm - unterstützt, desto wirkungsvoller ist die Kur.

Fazit: wer gesundheitstechnisch auch seinen Darm nicht außer Acht läßt, wird bald die positive Wirkung spüren.

Schlüsselblume (Primula officinalis)

SchluesselblumeDie Schlüsselblume wird auch Wiesen- Primel, Eieräuglein, Himmelsschlüssel, Arznei- Schlüsselblume, Frauenschlüssel, Mundfaulkraut genannt. Zu früheren Zeiten war die Schlüsselblume, im Volksglauben, ein Fruchtbarkeitsmittel!

In der Blütezeit hat die Schlüsselblume Ähnlichkeit mit einem Schlüsselbund und daher stammt der Name. Sie ist in Europa beheimatet und wächst im Gebüsch, auf Wiesen, an Waldränern, Mischwäldern und wird bis zu 30 cm hoch. Sie ist eine mehrjährige Pflanze.

Die Wurzel treibt im Frühjahr Blätter und dicht am Boden wächst danach die Blattrosette. Die Blüten können wir von März bis Juni betrachten und den honigartigen Geruch wahrnehmen. Die Schlüsselblume wird von langrüsseligen Insekten bestäubt und die Samenverteilung wird durch den Wind getätigt. Die Blume ist in den letzten Jahren selten geworden und steht unter Naturschutz. Die echte Schlüsselblume gehört zu den Primeln und Blüte und Wurzel sind zur Heilung oder Linderung bei bestimmten Krankheiten wirksam.

Allergiker können nach Berührung der Pflanze einen Ausschlag mit Juckreiz bekommen.
Die Schlüsselblume wirkt entkrampfend, schleimlösend und ist als Hustentee verwendbar. Weiterhin bewirkt sie das Abhusten der Flüssigkeit , die sich bei schwachem Herzen in der Lunge staut , der Kreislauf wird entlastet. Ein schwaches Herz wird durch die Anwendung der Schlüsselblume gestärkt und auch Wasseransammlungen in den Beinen werden ausgeschwemmt.

Die Schlüsselblume wird in der Heilkunde bei Neigung zu Schlaganfällen eingesetzt und zur begleitenden Behandlung bei Herzmuskelentzündung. Weiterhin wirkt die Pflanze blutreinigend, blutstillend, Harn- u.- schweißtreibend. Hinzu kommt, dass die Schlüsselblume entzündungshemmend wirkt. Man verwendet die Schlüsselblume auch zur Behandlung von Schlaflosigkeit, Migräne, Nervosität, Neuralgien, Schwindel, Kopfschmerz, Vitaminmangel, Rheuma, Gicht, Lungenentzündung, Ödeme, Kehlkopf und Mundschleimhautentzündungen. Bei Menstruationsbeschwerden und klimakterischen Erscheinungen wird sie empfohlen, denn sie regt den Kreislauf an.
Inhalt: ätherische Öle, Gerbstoffe und seltene Zuckerformen.
Anwendung ist möglich als Tee oder Tinktur.
Tee: 2 Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abschütten und anschließend langsam trinken. 3x täglich.
Tinktur: Schlüsselblume in einem Schraubglas mit Doppelkorn übergießen , dass die Pflanzenteile bedeckt sind. Das Glas schließen und 2 bis 6 Wochen ziehen lassen, abseihen und in ein dunkles Gefäß füllen. Nun ist die Tinktur und man sol bis 3x täglich 19 bis 50 Tropfen einnehmen.
Früher wurden die Rhizinome als Niespulver angewandt.

Wacholder (Juniperus communis)

Wacholder in der Lüneburger HeideWacholder ist eine mehrjährige Konifere, wächst aut Sand-und-Lehmböden, im Halbschatten  es gibt ca. 50 Wacholerarten und davon wächst nur der gemeine Wacholder in Deutschland, der 2002 Baum des Jahres war. Beeren und Samen enthalten äth. Öle. Die weiblichen Pflanzen tragen Beere, die 2 Jahre grün bleiben und dann, wenn sie reif sind, eine blaurote Färbung bekommen.

Inhalt: äthärische Öle, Zucker, Harz, Gerbstoffe, Vitamin C und wachsartige Bestandteile.
Wacholderbeeren regen die Verdauung an, bewirken eine intensive Harnausscheidung und die Gallenproduktion wird gesteigert.Der Wacholder hat auch eine antiseptische Wirkung. Die Inhaltsstoffe des Wacholders übernehmen den Part der Körperreinigung.

Ein hochkonzentrierter Aufguss kann als antiseptische Mundspülung heilend wirken.
Ein weniger konzentrierter Aufguss getrockneter und zerkleinerter Beeren hat lindernde Wirkung bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma und Arthritis.

Auch ist das ätherische Öl ein Bestandteil vieler Salben, die die Kontraktion der glatten Muskulatur anregen, z.B. Sportsalben, Rheumasalben und Durchblutungscremes. Weiterhin finden die Stoffe des Wacholders Anwendung in der Aromatherapie.

Vorsicht: Wacholder ist ein Diuretikum und soll nur zusammen  mit anderen Diuretika eingesetzt werden, um eine Überdosierung zu vermeiden. Wacholder darf auch nicht während der Schwangerschaft genommen werden da dadurch Gebärmutterkontraktionen oder eine Auslösung der Menstruation erfolgen kann ( glatte Muskulatur ).

Eibisch (Althea officinalis)

Eibisch wurde in der Antike schon von Ärzten verwendet . Die Römer nahmen die Pflanze als Suppenkraut und als Spanferkelfüllung. Karl der Große ließ Eibisch aufgrund seiner Heilwirkung anbauen und später wurde Eibisch als Nahrungsmittel in Hungersnöten zubereitet, indem die Wurzel zum Verzehr gekocht und gebraten wurde.

Eibisch ist auch als „ hübsche Heilwurz“ bekannt. Die Pflanze ist ein Malvengewächs, stammt aus dem Mittelmeerraum, aus dem Kaspischen Meer und dem Mittelmeerraum. Bei uns ist Eibisch selten und wenn, dann findet man es in küstennahen Regionen. Eibisch ist eine mehrjährige behaarte Pflanze ( Staude ), die bis zu 1,50 Meter hoch werden kann, sie blüht von Juni bis August, braucht humusreichen Boden und ist eine Bienenfutterpflanze.
Heute wird Eibisch wegen seines hohen Schleimstoffgehaltes bei Bronchialbeschwerden genommen. Es bildet sich eine Schleimschicht über der Schleimhaut, die somit geschont wird und heilen kann. Auch bei sonstigen Erkrankungen des Hals- Rachenraums ( Halsschmerzen, Heiserkeit, Reizhusten ) wird Eibisch benutzt. Auch bei entzündeten Schleimhäuten des Magen- Darmtraktes, der Harnorgane und bei Luftröhrenentzündungen wirkt Eibisch lindernd und heilend. In Einzelfällen wird Eibisch auch bei Fruchtbarkeitsstörungen genommen.
Äußerlich findet der Kaltwasserauszug zum Gurgeln und Hautumschläge Verwendung. Auch für Gesundung und Wachstum der Haare können Eibischextrakte verwendet werden.
Tee. Wird kalt angesetzt! 4 Teel. Eibischwurzeln und ½ Liter kaltes Wasser 2 Stunden ziehen lassen und dann abseihen. Tee leicht erwärmen und schluckweise trinken.
Inhalt: Schleimstoffe, die aus Polysachariden bestehen, Stärke, Pektin, fettes Öl, äth. Öle, Sterole, Gerbstoffe.

Beinwell (Symphytum officinale)

Beinwell gedeiht im Halbschatten bei kühl- feuchtem Klima, in lehmigen Böden und hat aufgrund dessen lange Wurzeln. Die Pflanze wird über 1 Meter hoch, hat eine Staude von etwa 1 Meter Breite, behaarte fleischige Blätter und blüht im Frühsommer rosa- violett. Blätter und Wurzeln sin verwendbar. Beinwell ist ein Kraut für die Schönheit, Körperpflege, die Haut und den Bewegungsapparat.

Beinwell hat beruhigende, reiz lindernde und entzündungshemmende Wirkung für die Haut.. Besonders erfolgreich ist Beinwell bei Gelenkschwellungen.
Beinwell ist fettlöslich und Öl bietet sich zur Verwendung an ( Vaseline ist nicht geeignet ). So werden duftende Cremes und Cremes zur Behandlung spröder und rissiger Haut erstellt um Hautreizungen zu lindern.

Bei innerlicher Anwendung muss der Arzt konsultiert werden, da bei falscher Anwendung Leberschäden entstehen können.
Inhalt: Alkaloide, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Stärke, äthärische Öle und Alantonin. Sie wirken auf die Haut entzündungshemmend und beruhigend.
Salben aus Beinwellblättern werde bei Wund- Bluterguss- Narben- Akne- Abszess- Furunkel und Krampfadernbehandlung angewendet. Weiterhin wird Muskel- und- Gelenkschmerz gelindert. Die Wundheilung und Hautneubildung wird von Allantoin angeregt.
Salbe: Zur Erstellung von Salben nimmt man hochwertiges Pflanzenöl.
150 Gramm Creme oder Salbe: 70 ml Kräuteraufguss, 70 ml Pflanzenöl, 40 ml Kakaobutter
Kaltes Wasser zum Kochen bringen, eine Schüssel auf den Topf geben und die Zutaten einfüllen und rühren. Ist die Mischung erfolgt, die Schüssel vom Topf nehmen und die Salbe abkühlen lassen. Die Salbe ist 1 Monat verwendbar.
Aufguss ( stark ): 4 Teel. Frische oder 2 Teel. Getrocknete Blätter mit 250 ml kochendem Wasser übergießen und 20 Minuten ziehen lassen. Anwendung zur Haarspülung, Hautcremes oder Lotion und zur Wundbehandlung.
Inhalation / Gesichtsdampfbäder : In 1,5 l kochendes Wasser Kräuter streuen, ein Handtuch über den Kopf legen und mindestens 10 Minuten tief einatmen.
Kompressen: Kompressen oder ähnliches wird im starken Aufguss befeuchtet und auf die behandlungsbedürftige Stelle gelegt. Heiße Kompressen bei Entzündungen anwenden und kalte Kompressen bei Verspannung und Muskelschmerz.
Reinigungsmilch: ca. 250 ml kochendes Wasser, 10 Teel. Zerkleinerte Löwenzahnblätter, 2 Beinwellblätter, 2 Std. ziehen lassen, abgießen und mit ca. 200 ml Milch verrühren. Das Ganze in ein Deckelgefäß füllen, Anwendung b. Bed., vor Gebrauch schütteln.

Fenchel (Foeniculum vulgare)

wild wachsender FenchelFenchel stammt aus Südeuropa, wird heute aber in vielen Gärten angebaut. Der Fenchel ist eine zweijährige oder auch mehrjährige Pflanze, fällt unter die Doldenblütler. Aus den fingerdicken Wurzeln treibt ein nach oben geästeter Stängel, der bläulich und gestreift sein kann.

Der Fenchel kann bis zu 2 Metern groß werden. Im Juli beginnt die Blüte und der Samen ist im September reif. Die Früchte, die Wurzel und die Knolle sind verwendbar.

Inhaltsstoffe: Äthärische Öle, Kieselsäure, Bor, Cumarin, Kampfer, Kaffeesäure, Vitamin C, Mineralsalze, Linolsäure, Zucker

Wirkung: antibakteriell, harntreibend, entschleimend, krampflösend, appetitanregend, hemmt Lidrandentzündungen, wirkt gegen Bindehautentzündung, gegen Blähungen u. Verdauungsstörungen, lindert Koliken bei Säuglingen, lindert Bronchitis, Husten, Asthma, Keuchhusten, Erkältung, Halsentzündung , Magenschmerz, Kopfschmerz und Migräne,fördert die Milchbildung, hilft bei Epilepsie, lindert Schlaflosigkeit und klimakterische Beschwerden, ist menstruationsfördernd und lindert Entzündung und Juckreiz bei Insektenstichen.

Samen und Wurzel des Fenchels werden im Tee gegen Erkältungen, Husten und Blähungen verwendet. Bei Verdauungsproblemen und Menstruationsbeschwerden wirkt der Tee krampflösend.

„ Fenchelsamen soll man, lt. Äbtissin Hildegard von Bingen, nach den Mahlzeiten zerkauen, damit die Magensäure neutralisiert wird, die Fettverdauung zu erleichtern und den Atem zu erfrischen.“

Weiterhin wirkt Fenchel bei stillenden Müttern milchbildend, lindert Koliken bei Säuglingen und wird als antiseptische Mundspülung eingesetzt. Fenchel wirkt auch gegen Bronchialkartharrh, gegen Asthma und gegen Bindehautentzündungen. Gegen müde und welke Haut sind Fencheldampfbäder zu empfehlen.

Warnung: Während der Schwangerschaft soll Fenchel nicht als Medikament genommen werden, jedoch als Gewürz ist es unbedenklich.

Einreibungen bei Blähungen:

Meist werden diese Einreibungen bei Säuglingen angewandt. Das ätherische Fenchelöl wird mit fettem Öl gemischt oder auch verdünnt und auf dem Bauch einmassiert ( im Uhrzeigersinn ). Ergänzend ist das Trinken warmen Fencheltees.

Blähungstee:

Anisfrüchte, Fenchelfrüchte und Kamille. 1 Eßl. Teemischung pro Tasse aufbrühen , 10 Min. ziehen lassen, Tee filtern und dann trinken.

Hustentee:

Ätherisches Fenchelöl und verdünnter Honig eignet sich bei Kindern!

Wurmfarn (Dryopteris filix- mas)

Der Wurmfarn heißt auch Farnkraut, Schawel, Wanzenkraut, Flöhkraut usw.
Es gibt ca. 150 Arten von Farnen, die in Asien, Amerika und Europa an feuchten und schattigen Orten gedeihen.
Die Farne werden bis zu einem Meter hoch und der fingerdicke Wurzelstock enthält Stärke (Rhizon).

Auf der Blattunterseite befinden sich Sporenhaufen, Sori genannt. Juli – September erfolgt die Reife der Sporen.
In der Antike wurde Wurzelfarm gegen Bandwürmer eingenommen, wobei es, aufgrund der schwierigen Dosierbarkeit, oft zu Vergiftungen kam. Heute wird Wurmfarn in der Medizin gar nicht oder kaum angewendet, es sei denn, die modernen Bandwurmmedikamente schlagen nicht an. Von qualifizierten Ärzten und Heilpraktikern wird es in den seltenen Fällen dann verwandt.
Zu Fußwechselbädern wird das Wurzelextrakt auch noch angewendet, denn das Farnkraut hat lindernde Wirkung bei schmerzenden Krampfadern, Wadenschmerz und bei kalten Füßen.
Einreibungen können bei rheumatischen – u.- Gichtbeschwerden lindernd wirken.
Inhaltstoffe:Harzöl, ätherische Öle, Alkane.

Dill (Anethum graveolens)

Im ersten Jahrhundert nach Christus soll Dill nach Europa gelangt sein. Es stammt aus dem Mittelmeerraum.
Hildegard von Bingen empfahl Dill „ zur Unterdrückung sinnlicher Triebe „ ! Laut Überlieferung ist Dill der Samen des Merkur und verhindert bösen Zauber. In England galt Dill als Schutz vor Verhexung. Dill über die Tür gehängt soll vor bösen Menschen schützen.
Als Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen . Im Mittelalter verwendete man Dill als Liebeszauberkraut.
Dill trägt auch den Namen Kümmerlingskraut, Gurkenkraut, Dillfenchel und ist ein Doldenblütler, Dill ist einjährig und hat nadelförmige Blätter und wird ca. 1 m hoch.
In der Pflanzenkunde wird Dill angewandt, da die äthärischen Öle krampflösend, nervenberuhigend und appetitanregend wirken. Weiterhin stärkt Dill das Immunsystem und ist ein beliebtes Küchenkraut. Der Dillsamen und auch die Nadeln (Blätter) können in der Küche verwendet werden. Bei vielen Suppen, Eintöpfen und auch bei ist das Kraut beliebt.