18. Jul
Schlupfwespen in der Schädlingsbekämpfung
Wer sich für Kräuter und deren drumherum interessiert, dem liegt in den meisten Fällen ebenfalls viel an einer chemiefreien Schädlingsbekämpfung. Heute stellen wir daher die Schlupfwespe als freundlichen Helfer vor.
Schlupfwespen zählen zu den Eiparasiten und sind für Landwirtschaft und Garten von entscheidender Bedeutung. Sie werden häufig zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, da sie Schmetterlinge, Käfer, Spinnenkokons und andere Schädlinge parasitisieren. Sie stechen mit ihrem Stachel in die Parasiten und Spinnennester und legen dort Eier. Die dort wachsenden Larven fressen den unfreiwilligen Wirt von innen auf und vernichten somit den Schädling. Bei kleineren Insekten wie etwa Blattläuse werden die Eier aufgelegt und fressen sich dann durch den Körper. Nachdem der Wirt gefressen wurde, verlasen die Schlupfwespen die Brutstätte wieder und suchen sich einen anderen Platz.
Es gibt verschiedene Arten von Schlupfwespen, die jeweils auf einen speziellen Schädling spezialisiert sind. Einige Arten beispielsweise Parasitieren vorzugsweise Käfer, andere wiederum nehmen sich Mottenlarven vor.
Durch ihre hohe Präzision und Gründlichkeit ist diese Wespe besonders interessant für Landwirtschaft und den eigenen Garten. Für Menschen sind sie zudem völlig ungefährlich und durch ihre geringe Größe verrichten sie ihre Dienste fast unbemerkt. Um den Schlupfwespen eine angenehme Atmosphäre zu bieten, brauchen sie mindestens 16 °C und eine Luftfeuchtigkeit von mindestens 60%.
Im Fachhandel lassen sich die Wespen in Form von Larven – die in weißen Fliegen sitzen – Schlupfwespen kaufen. Sie sind auf einer Karte aufgeklebt und schlüpfen nach wenigen Tagen.


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