30. Jun
Schlüsselblume (Primula officinalis)
Die Schlüsselblume wird auch Wiesen- Primel, Eieräuglein, Himmelsschlüssel, Arznei- Schlüsselblume, Frauenschlüssel, Mundfaulkraut genannt. Zu früheren Zeiten war die Schlüsselblume, im Volksglauben, ein Fruchtbarkeitsmittel!
In der Blütezeit hat die Schlüsselblume Ähnlichkeit mit einem Schlüsselbund und daher stammt der Name. Sie ist in Europa beheimatet und wächst im Gebüsch, auf Wiesen, an Waldränern, Mischwäldern und wird bis zu 30 cm hoch. Sie ist eine mehrjährige Pflanze.
Die Wurzel treibt im Frühjahr Blätter und dicht am Boden wächst danach die Blattrosette. Die Blüten können wir von März bis Juni betrachten und den honigartigen Geruch wahrnehmen. Die Schlüsselblume wird von langrüsseligen Insekten bestäubt und die Samenverteilung wird durch den Wind getätigt. Die Blume ist in den letzten Jahren selten geworden und steht unter Naturschutz. Die echte Schlüsselblume gehört zu den Primeln und Blüte und Wurzel sind zur Heilung oder Linderung bei bestimmten Krankheiten wirksam.
Allergiker können nach Berührung der Pflanze einen Ausschlag mit Juckreiz bekommen.
Die Schlüsselblume wirkt entkrampfend, schleimlösend und ist als Hustentee verwendbar. Weiterhin bewirkt sie das Abhusten der Flüssigkeit , die sich bei schwachem Herzen in der Lunge staut , der Kreislauf wird entlastet. Ein schwaches Herz wird durch die Anwendung der Schlüsselblume gestärkt und auch Wasseransammlungen in den Beinen werden ausgeschwemmt.
Die Schlüsselblume wird in der Heilkunde bei Neigung zu Schlaganfällen eingesetzt und zur begleitenden Behandlung bei Herzmuskelentzündung. Weiterhin wirkt die Pflanze blutreinigend, blutstillend, Harn- u.- schweißtreibend. Hinzu kommt, dass die Schlüsselblume entzündungshemmend wirkt. Man verwendet die Schlüsselblume auch zur Behandlung von Schlaflosigkeit, Migräne, Nervosität, Neuralgien, Schwindel, Kopfschmerz, Vitaminmangel, Rheuma, Gicht, Lungenentzündung, Ödeme, Kehlkopf und Mundschleimhautentzündungen. Bei Menstruationsbeschwerden und klimakterischen Erscheinungen wird sie empfohlen, denn sie regt den Kreislauf an.
Inhalt: ätherische Öle, Gerbstoffe und seltene Zuckerformen.
Anwendung ist möglich als Tee oder Tinktur.
Tee: 2 Teelöffel Schlüsselblumenwurzeln oder Blüten mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen, abschütten und anschließend langsam trinken. 3x täglich.
Tinktur: Schlüsselblume in einem Schraubglas mit Doppelkorn übergießen , dass die Pflanzenteile bedeckt sind. Das Glas schließen und 2 bis 6 Wochen ziehen lassen, abseihen und in ein dunkles Gefäß füllen. Nun ist die Tinktur und man sol bis 3x täglich 19 bis 50 Tropfen einnehmen.
Früher wurden die Rhizinome als Niespulver angewandt.
Beinwell gedeiht im Halbschatten bei kühl- feuchtem Klima, in lehmigen Böden und hat aufgrund dessen lange Wurzeln. Die Pflanze wird über 1 Meter hoch, hat eine Staude von etwa 1 Meter Breite, behaarte fleischige Blätter und blüht im Frühsommer rosa- violett. Blätter und Wurzeln sin verwendbar. Beinwell ist ein Kraut für die Schönheit, Körperpflege, die Haut und den Bewegungsapparat.
Mäusedorn stammt aus dem Mittelmeerraum und wächst bevorzugt im Gebüsch und auf felsigen Böden. M. ist ein immergrüner Strauch, der bis zu 80 cm Höhe erreichen kann. Die Blätter haben eine stehende Spitze.
Die Brennessel wird auch Feuerkraut oder Eselskraut genannt. Die Brennnessel wächst in ganz Europa, blüht von Juli bis August und wird Mai bis Ende Juli gesammelt.
Borretsch stammt aus dem Mittelmeerraum und kommt bei uns nur vereinzelt vor. Borretsch wird auch Gurkenkraut genannt, da die Blätter einen gurkenartigen Geschmack haben.
Wirksame Pflanzenteile: Wurzeln