Brunnenkresse (Nasturtium officinale)

Brunnenkresse ist eine krautige immergrüne Sumpf und auch Wasserpflanze. Sie wächst an fließenden und nährstoffreichen Gewässern und blüht ab Ende Mai. Die Blätter habeb einen scharfen bis bitteren Geschmack, bedingt durch die Bitterstoffe und Senföle, die sie enthält.
An den gleichen Orten wächst auch das bittere Schaumkraut. Äußerlich sind sie verwechselbar, aber das ist nicht kritisch, da das Schaumkraut nicht giftig ist und ähnliche Eigenschaften wie die Brunnenkresse hat. Die Brunnenkresse ist als Gewürz bekannt und wird bei Salaten und Suppen verwendet, kann aber auch als Rohkost gereicht werden. Die Brunnenkresse ist vitaminreich.
Sie wirkt appetitanregend, wehentreibend, harntreibend und auch als .
Sie wird bei Diabetes, Rheuma und Schilddrüsenerkrankungen gebraucht. Bei äußerer Anwendung dient sie als Haartonikum oder zur Hautreinigung.
Im 17ten Jahrhundert wurde sie gegen Skorbut genommen.
Inhaltstoffe: Bitterstoffe, Gerbstoffe, Zucker, ätherische öle. Vitamin A B C E, Eisen, Calcium, Jod, Phosphor

Lavendel (Lavendula augustifolia)

Lavendel ist den meisten Menschen in erster Linie als Duftpflanze oder als Blütepflanze bekannt. Als Küchenkraut ist Lavendel mehr als einen Versuch wert! Die Lavendelpflanze mag es gerne sonnig aber auch Fost macht ihr keine Probleme. Zum kochen eignen sich sowohl die Blätter als auch die Triebspitzen.

Die Aussaat von Lavendel sollte im Juni oder Juli erfolgen. Für die Aufzucht der jungen Lavendelpflanzen benötigen sie ein wenig Geduld. Lavendel keimt erst nach ca 3 Wochen! Beachten sie bei der Aussaat das Lavendel ein Lichtkeimer ist. Das bedeutet das die Samen nicht bedeckt sondern lediglich angedrückt werden dürfen. Zusätzlich zus Aussaat ist auch eine Stecklingvermehrung möglich. Diese sollte im Haus im Januar ud im freien Ende Juni erfolgen.

Die jüngsten Triebe des Lavendel sollten sie jeweils Ende April kürzen und den Halbstrauch halbrund formen um vergreisen der Pflanzen zu verhindern. Unter vergreisen versteht man das sparrig werden und das auseinanderbrechen einer Pflanze.

Die Ernte des Lavendel ist im ganzen Jahr möglich. Die beste Qualität der Ernte erhalten sie allerdings im Sommerhalbjahr.

Lavendel eignet sich hervorragend als Gewürz für Lamm. Die kräftigen Aromen von Rosmarin und Thymian werden durch den Lavendel mit einer duftigen Note hinterlegt.

Anis (Pimpinella anisum)

Anis ist ein Gewürz und eine Heilpflanze, die wir als Zugabe zu den Weihnachtsplätzchen oder als Salatgewürz kennen. Auch werden Spirituosen und Liköre mit Anis gewürzt und verfeinert sowie: Ouzo, Raki, Absinth.

Die Anispflanze ist einjährig und wird bis maximal 60 cm hoch. Die Grundblätter sind herzförmig, die Stängelblätter dreizählig . Die weißen Blüten sind in Dolden angeordnet und blühen Juli bis September.

Ernte: August/ September. Anis liebt Licht und reiche Böden. Und der Boden muß gleichmäßig feucht sein. Die Dolden reifen nacheinander. Das Aroma wird von Anethol bestimmt, das der Hauptbestandteil des ätherischen Öls ist.
Anis wird in der Küche und in der Duftindustrie und wurde es auch schon im 7 Jahrhundert vor Christi.Die Athener und Korinther betrieben Handel mit Duftölen, die auch Anis enthielten. Mit Anis gewürztes Brot und Kuchen galten als Köstlichkeit.
Heilwirkung: Anisöl durch Destilation gewonnen hat eine schleimlösende Wirkung und wird als Hustenmittel verwertet. Anis wirkt auch antibakteriell und ist auch krämpflösend.
Anistee findet Anwendung bei Verdauungsbeschwerden und Koliken.
1 Teelöffel Anis, 1 Tasse kochendes Wasser, 10 Min. ziehen lassen.
In mehreren muslämischen Ländern ist „ Anis „ ein Vorname und bedeutet „ Freundlich, liebenswürdig „
Der Anisgeschmack wird hauptsächlich in der abendländischen Kultur geliebt und oft bei uns als unangenehm empfunden unmd aufgrund dessen gibt hier nur wenige Rezepte, in denen Anis verwandt wird.