Fenchel (Foeniculum vulgare)

wild wachsender FenchelFenchel stammt aus Südeuropa, wird heute aber in vielen Gärten angebaut. Der Fenchel ist eine zweijährige oder auch mehrjährige Pflanze, fällt unter die Doldenblütler. Aus den fingerdicken Wurzeln treibt ein nach oben geästeter Stängel, der bläulich und gestreift sein kann.

Der Fenchel kann bis zu 2 Metern groß werden. Im Juli beginnt die Blüte und der Samen ist im September reif. Die Früchte, die Wurzel und die Knolle sind verwendbar.

Inhaltsstoffe: Äthärische Öle, Kieselsäure, Bor, Cumarin, Kampfer, Kaffeesäure, Vitamin C, Mineralsalze, Linolsäure, Zucker

Wirkung: antibakteriell, harntreibend, entschleimend, krampflösend, appetitanregend, hemmt Lidrandentzündungen, wirkt gegen Bindehautentzündung, gegen Blähungen u. Verdauungsstörungen, lindert Koliken bei Säuglingen, lindert Bronchitis, Husten, Asthma, Keuchhusten, Erkältung, Halsentzündung , Magenschmerz, Kopfschmerz und Migräne,fördert die Milchbildung, hilft bei Epilepsie, lindert Schlaflosigkeit und klimakterische Beschwerden, ist menstruationsfördernd und lindert Entzündung und Juckreiz bei Insektenstichen.

Samen und Wurzel des Fenchels werden im Tee gegen Erkältungen, Husten und Blähungen verwendet. Bei Verdauungsproblemen und Menstruationsbeschwerden wirkt der Tee krampflösend.

„ Fenchelsamen soll man, lt. Äbtissin Hildegard von Bingen, nach den Mahlzeiten zerkauen, damit die Magensäure neutralisiert wird, die Fettverdauung zu erleichtern und den Atem zu erfrischen.“

Weiterhin wirkt Fenchel bei stillenden Müttern milchbildend, lindert Koliken bei Säuglingen und wird als antiseptische Mundspülung eingesetzt. Fenchel wirkt auch gegen Bronchialkartharrh, gegen Asthma und gegen Bindehautentzündungen. Gegen müde und welke Haut sind Fencheldampfbäder zu empfehlen.

Warnung: Während der Schwangerschaft soll Fenchel nicht als Medikament genommen werden, jedoch als Gewürz ist es unbedenklich.

Einreibungen bei Blähungen:

Meist werden diese Einreibungen bei Säuglingen angewandt. Das ätherische Fenchelöl wird mit fettem Öl gemischt oder auch verdünnt und auf dem Bauch einmassiert ( im Uhrzeigersinn ). Ergänzend ist das Trinken warmen Fencheltees.

Blähungstee:

Anisfrüchte, Fenchelfrüchte und Kamille. 1 Eßl. Teemischung pro Tasse aufbrühen , 10 Min. ziehen lassen, Tee filtern und dann trinken.

Hustentee:

Ätherisches Fenchelöl und verdünnter Honig eignet sich bei Kindern!

Dill (Anethum graveolens)

Im ersten Jahrhundert nach Christus soll Dill nach Europa gelangt sein. Es stammt aus dem Mittelmeerraum.
Hildegard von Bingen empfahl Dill „ zur Unterdrückung sinnlicher Triebe „ ! Laut Überlieferung ist Dill der Samen des Merkur und verhindert bösen Zauber. In England galt Dill als Schutz vor Verhexung. Dill über die Tür gehängt soll vor bösen Menschen schützen.
Als Badezusatz soll Dill unwiderstehlich machen . Im Mittelalter verwendete man Dill als Liebeszauberkraut.
Dill trägt auch den Namen Kümmerlingskraut, Gurkenkraut, Dillfenchel und ist ein Doldenblütler, Dill ist einjährig und hat nadelförmige Blätter und wird ca. 1 m hoch.
In der Pflanzenkunde wird Dill angewandt, da die äthärischen Öle krampflösend, nervenberuhigend und appetitanregend wirken. Weiterhin stärkt Dill das Immunsystem und ist ein beliebtes Küchenkraut. Der Dillsamen und auch die Nadeln (Blätter) können in der Küche verwendet werden. Bei vielen Suppen, Eintöpfen und auch bei ist das Kraut beliebt.

Baldrian (Valeriana officinalis)

Baldrian ist eine kräftige und ausdauernde Pflanze, deren Heilkräfte seit Jahrhunderten genutzt werden. Die Familie der Baldriangewächse besteht aus ca. 150 Pflanzenarten, die weit verbreitet sind.
In Europa wächst Baldrian oft an Waldrändern und Wegesrändern und werden bis zu 1em Meter groß und ist mehrjährig. Der wirksame Pflanzenteil ist die Wurzel.
Baldrian wirkt beruhigend auf das zentrale Nervensystem. Er wird bei nervösen Erschöpfungszuständen, Depressionen, nervösen Herzstörungen, Angststörungen, Einschlafstörungen, Nervösität, Überarbeitung usw. eingesetzt. Zusätzlich wirkt Baldrian krampflösend. Man sollte erst immer eine Behandlung mit Baldrian vorziehen als zu chemischen Beruhigungsmitteln zu greifen. Selbst bri Einnahme über einen langen Zeitraum zeigt Baldrian keine schädigende Wirkung. In Ausnahmefällen (Überdosierung ) kann Baldrian Magenschleimhautreizungen hervorrufen.

Inhaltsstoffe:
Alkaloide, äth. Öle, Sesquiterpene. Die ätherischen Öle riechen nach der Trocknung leicht unangenehm , da die Säuren sich zersetzen.