Artischocke (Cynara)

Die Artischocke stammt aus dem Mittelmeerraum (Türkei, Persien, Spanien, Kanarische Inseln).
Im ersten Jahrhundert nach Chr. Begann man mit der Kultivierung der Artischocke. Im fünfzehnten Jahrhundert nach Chr. Wurde sie aus Sizilien nach Großbritannien und Frankreich exportiert. In den Gärten des französischen Adels war die Antischocke ein Zeichen von Reichtum.
Die Artischocke ist ein Korbblütler und wird bis zu 2 Meter hoch.Der starke Stengel hat hat stachelige Blätter und an der Spitze wachsen stachelige Knospenköpfchen heran, die vor der Blütezeit geerntet werden .

Blau – Violett blüht die Artischocke und ist eine Heilpflanze und auch eine Delikatesse.
Nahrungsmittel: Die Blütenböden und der untere fleischige Teil ist essbar, die Härchen, die unter den Blättern liegen sind nicht essbar.Artischocken sind feinherb, zartbitter und werden bis zu 30 Minuten in Salzwasser mit Zitronensaft gekocht.die blätter werden abgezupft und der untere Teil mit den Zähnen abgezogen.Artischockenböden können auch eingelegt werden.
Heilpflanze: Die Artischocke wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend und cholesterinsenkend. Der in der Artischocke enthaltene Bitterstoff Cynarin regt den Stoffwechsel von Leber und Galle an. Bei einer fettreduzierten Ernährung Kann ein Artischockenblätterextrakt die Senkung der Blutfette bewirken. Aus den Blättern können Säfte, Tinkturen, Tees und Trockenextrakte erstellt werden. Aus den Flavonoiden und Chinasäurederivaten entsteht die medizinische und diätische Wirkung.
Tee: Bei Verdauungsproblemen 1en Teelöffel Artischockenblätter mit 200 ml heißem Tee übergießen und ca. 10 Minuten ziehen lassen. Vor jeder Mahlzeit 1e Tasse trinken.
Vorsicht: Sind Gallensteine bekannt, sprechen sie vor der Anwendung von Artischockenblätternextrakt mit dem Arzt. Auch bei Allergien gegen Korbblütler dürfen Artischocken nicht angewendet werden.

Oregano (Origanum vulgare)

Oregano ist eines der beliebtesten Kräuter in der mediteranen Küche. Oregano wächst bis zu 50 cm hoch und ist eine mehrjährige Pflanze. Zum würzen verwendet man swohl die Blätter wie auch die Triebspitzen.

Die Oregano Staude wird auch Wilder Majoran oder Dost genannt. Die beliebte Gewürzpflanze benötigt sehr viel Licht und Wärme um sein Aroma voll zu entfalten. Sollte sich am von ihnen gewählten Standort das Aroma nicht voll entfalten, so ist der Wechsel zum griechischen Oregano (Origanum heracleoticum).

Oregano wird ab Mai im freien gesät. Dabei ist zu beachten das Oregano ein Lichtkeimer ist wessen Saatgut sie nur andrücken dürfen. Keinesfalls bedecken da die Oregano Saat ohne Licht nicht keimen kann.

Die abgeblühten Blütenstände können aufgrund ihres starken Aromas ebenfalls zum würzen verwendet werden. Schneiden sie die einziehenden Triebe während dem ersten Frost im Spätherbst ab.

Die Ernte des Oreganos ist nach dem Austrieb bis zum Frost möglich. Die Triebe welche sie trocknen möchten ernten sie am besten bereits im Hochsommer.

Oregano kann bedenkenlos mitgekocht werden. Achten sie aber auf die Dosierung!

Lorbeer (Laurus nobilis)

Lorbeer ist ein bekannte Kübelpflanze welche sich hervorragend zu Würzzwecken eignet. Lorbeer wächst mehrjährig aufrecht buschig und wird ca 1,50 Meter groß.

Wer Lorbeer zum würzen nutzen möchte sollte eine Jungpflanze aus dem speziellen Kräutersortiment eines Gärtners verwenden. Diese wurden im Gegensatz zu Kübelpflanzen aus dem Gartencenter oder Baumarkt nicht mit ungeniessbaren Präparaten behandelt.

Lorbeer vermehrt sich über Stecklinge welche am besten Ende Juni Anfang Juli gesetzt werden.

Da Lorbeer eine mediterane Pflanze ist, bekommt ihr Frost nicht wirklich gut. Temporäre Temperaturstürze bis -5°C sind in der Regel allerdings kein Problem. Am besten überwintert eine Lorbeerpflanze bei 10°C in hellen Räumen. Man sollte Lorbeer möglichst spät ins Haus oder den Keller holen und möglichst früh wieder nach draußen bringen.

Da Lorbeer sehr zügig wächst sollte man die Pflanze regelmäßig umtofen und für ein Pflanzgefäß mit ausreichend Platz achten.

Die Blätter der Lorbeerpflanze lassen sich ganzjährig ernten. Verwenden sie die geernteten Blätter so wie sie es von getrockneten aus der Kräuterabteilung des Supermarktes gewohnt sind.